Dank an Bernd Ralle aus dem Team der Herausgeber/ innen des MNU Journals

PROF. DR. BERND RALLE hat sich in der Folge seiner Emeritierung mit Heft 2/2019 als Chefredakteur unserer Zeitschrift verabschiedet. BERND RALLE war ein Glücksfall für das MNU Journal. Er hat es über eine ganze Generation hinweg durch viele von ihm mit angeschobene Innovationen kontinuierlich und mit großem Gespür für die Wünsche der Leserschaft aus den MINT-Fächern weiterentwickelt. 

Beim Antritt von BERND RALLE als Chefredakteur mit Heft 7/1996 arbeitete das damalige Herausgeberteam noch mit Stift und Papier bei Auszeichnungen und Fahnenkorrekturen und kommunizierte miteinander per Brief — das E-Mail-Zeit- alter steckte noch in den Kinderschuhen. In diese Zeit fiel die Digitalisierung der gesamten internen Abläufe bei der Erstellung des MNU Journals, bzw. der Zeitschrift „Der mathematische und naturwissenschaftliche Unterricht“, wie die Zeitschrift damals noch hieß. Erschien die Zeitschrift anfangs noch im Schwarz- druck mit einer zusätzlichen Schmuckfarbe auf dem Cover, wurde das Layout der Zeitschrift im Laufe der Jahre an die veränderten Erfordernisse und Lesegewohnheiten angepasst. Inzwischen erscheint das Journal mit einer attraktiven Titelseite mit Hinweisen auf den Heftinhalt und durchgehend im Vierfarb- druck mit vielen Fotos, Graphiken und Online-Ergänzungen. Die Nutzung digitaler Möglichkeiten stand auch bei der Neueinführung der digitalen Heftarchive des MNU Journals im Mittelpunkt, die zuerst auf Jahres-CDs, später online auf der MNU-Homepage erfolgte — ein neues Service-Angebot für die Leser/innen war entstanden. 

Ein besonderes Anliegen, dem sich BERND RALLE beständig widmete, war es, die Praxisorientierung der Beiträge in der Zeitschrift zu verbessern und zu stärken. Dabei galt es, die gewachsenen Kulturen in den Fächern, aber auch interdisziplinäre Elemente des mathematisch- naturwissenschaftlichen Unterrichts zu berücksichtigen. All diesem widmete sich BERND RALLE mit großem Engagement und ruhiger Hand. 

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität des MNU Journals war die Einführung von fächerübergreifenden Themenheften, die unter der Regie von BERND RALLE umgesetzt wurde und auf viel positive Resonanz stieß. Solche Themenhefte wechseln sich seither in regelmäßigen Abständen mit Heften ab, die aus Beiträgen mit verschiedenen Inhaltsschwerpunkten bestehen. 

Noch ganz frisch ist die Erweiterung des MNU-Journals um die Fächer Technik und Informatik, so dass jetzt alle MINT- Fächer nicht nur inhaltlich, sondern auch personell im Team der Herausgeber/ innen vertreten sind. Auch hier war (und ist) wieder Pionierarbeit zu leisten, unter anderem auch bei der aktiven Einwerbung von attraktiven Beiträgen in Informatik und Technik. 

BERND RALLE hat das MNU Journal also durch turbulente Zeiten mit vielen gesellschaftlichen und technischen Veränderungen geführt und fit für die Zukunft gemacht. Mit ruhiger Hand hat er mit seiner freundschaftlichen Art dabei auch den Mitarbeiter/inne/n im Redaktionsteam immer Sicherheit vermittelt und Unterstützung geboten, wie dies für die inhaltliche Arbeit des Teams im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung des MINT-Unterrichts notwendig ist und uns als Herausgeber/innen die Mitarbeit für das MNU Journal stets zu einer großen Freude gemacht hat. Vor allem auch dafür möchten wir Dir, lieber BERND, ganz herzlich danken! 

Die Herausgeber/innen des MNU Journals 

 

Auf Bernd Ralle folgt Sebastian Kuntze 

Eine Ära geht beim MNU Journal zu Ende. Nach fast 25 Jahren verabschiedet sich PROF. DR. BERND RALLE als Chefredakteur unserer Zeitschrift in den wohlverdienten Ruhestand. 

Von 1995 bis 2019 hat er unsere Zeitschrift zuerst als Fachschriftleiter Chemie und dann als Chefredakteur maß- gebend mitgeprägt. Unter seiner Regie entwickelte sich das Journal zu dem, was es heute ist. Er übergibt seinem Nachfolger PROF. DR. SEBASTIAN KUNTZE eine moderne Zeitschrift, die inzwischen alle MINT-Fächer abdeckt.
Ich hatte das Vergnügen 20 Jahre lang mit BERND RALLE zusammenarbeiten zu dürfen. In dieser Zeit haben wir das Journal in sehr guter, gegenseitiger Abstimmung gemeinsam weiterentwickelt. Seine Fachkompetenz und seine Zuverlässigkeit haben nachhaltig zum Erfolg unseres Journals beigetragen. Ich freue mich, dass er uns auch weiterhin beratend zur Seite stehen wird. 

In unserem neuen Chefredakteur SEBAS- TIAN KUNTZE haben wir einen hochqualifizierten Kollegen, der dem Redaktionsteam schon seit 2015 als Herausgeber im Fach Mathematik angehört. 

KLAUS SEEBERGER 

 

Dank und Würdigung 

PROF. DR. BERND RALLE hat sich in hervorragender Weise für die Zeitschrift MNU und den Verband MNU eingesetzt. Mit den folgenden Zeilen, die aus Texten der vier Vorsitzenden des MNU und zweier Fachschriftleiter zusammengestellt sind, sagt MNU danke. Sie alle gingen einen Teil des Weges mit BERND RALLE zusammen. Es sind dies: WOLFGANGASSELBORN, ARNOLD A CAMPO, JÜRGEN LANGLET, GERWALD HECKMANN sowie GERT STARKE und DITT- MAR GRAF. Dank sagen sie für ein Vierteljahrhundert ideenreiche, umsichtige, gestaltende und innovative Arbeit als Fach- und als Hauptschriftleiter. Der Verband sagt ebenfalls Danke für vorausschauende, durchdachte, den Kern treffende Beratung in den Gremien. 

Wie entwickelte sich die Arbeit von BERND RALLE für die Zeitschrift? WOLFGANGASSELBORN beschreibt es so:
„1994 hatten wir uns im Vorstand überlegt, das Herausgebergremium von MNU zu stärken, indem wir es personell auf eine breitere Basis stellen: Wir wollten jedem der Fachschriftleiter einen zweiten Kollegen zur Seite stellen. In der Chemie hatte ich dem Hauptschriftleiter, PROF. SCHMIDT, und dem bisher alleinigen Schriftleiter Chemie, OTTHEINRICH DÜLL, die Personalie RALLE vorgeschlagen und danach BERND RALLE angerufen. Er war damals gerade im Wechsel von der Schule zur Universität. Er hat nach einigen Rückfragen meine Bitte positiv beschieden. Er hat dann von Heft 1 (1995) bis Heft 8 (1998) die Funktion eines Schriftleiters Chemie zur vollen Zufriedenheit von Hauptschriftleitung und Vorstand ausgeübt. 

Um die Jahreswende 1995/96 zeichnete sich das krankheits- bzw. belastungsbedingte Ausscheiden von PROF. SCHMIDT aus dem Amt des Hauptschriftleiters ab. Ich hatte dann vorgeschlagen, dass BERND RALLE das Amt übernimmt. Und so vollzog sich der Wechsel ab Heft 7 (1996). Seitdem übt BERND RALLE die Funktion des Hauptschriftleiters aus. Er hat das alles immer sehr gut gemacht und war im Vorstand ein wertvoller Ratgeber. 

An der Personalie RALLE zeigt sich, wie wichtig eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter für eine erfolgreiche Vorstandsarbeit ist. Man ist in vielen Fällen jahrelang an die einmal getroffene Entscheidung gebunden und kann nicht ohne Weiteres wechseln, zumal man mit einer mehrjährigen Einarbeitungszeit rechnen muss und es auch nicht einfach ist, geeignete Personen für die ehrenamtliche Arbeit im Förderverein zu begeistern. BERND RALLE hat seine Funktionen ein viertel Jahrhundert lang ausgeübt und damit unsere Verbandszeitschrift entscheidend geprägt. Ihm gilt unser aller Dank für die jahrelange wertvolle Arbeit.“ 

Ich, der Unterzeichner, profitierte von einem eingearbeiteten Herausgeberteam, das sich den Wünschen und Forderungen der Mitglieder und der Gremien an die Zeitschrift offen und erfüllend stellte. Unterrichtsnah und anregend war und ist sie ein beachtetes und geschätztes Gesicht des Verbandes. Manche sagen auch: das Gesicht. Das liegt nicht zuletzt an den vielseitigen Begabungen von BERND RALLE. 

Der langjährige Fachschriftleiter Biologie, DITTMAR GRAF, schreibt dazu:
„Ich kenne BERND RALLE vor allem durch unsere gemeinsame Arbeit im MNU-Journal Herausgebergremium seit 1995 und von meiner Zeit an der TU Dortmund zwischen 2001 und 2012. 

Ich habe BERND immer bewundert für seine herausragende Fähigkeit als Sitzungsleiter stets das Wesentliche im Blick behalten zu können und beharrlich auf ein Ziel hin zu arbeiten. Nie glitt seine 

Gesprächsführung ins Nebensächliche und Unproduktive ab, stets schaffte er es, das Thema im Fokus zu halten. Und das nicht etwa durch bestimmende oder hetzende Sitzungsleitung, sondern auf beständig freundliche und verbindliche Art, die immer auch eine augenzwinkernde Bemerkung oder einen Scherz zuließ. 

Selbstverständlich habe nicht nur ich BERNDs besondere Fähigkeit erkannt, sondern viele andere auch. Dies brachte ihm eine schier unübersehbare Zahl an Mitgliedschaften in Universitätsgremien, Forschungsverbünden, Fachverbänden, Entwicklungskommissionen und Steuerungskomitees ein, für die er sich nie selbst ins Spiel gebracht, sondern sich immer nach Anfrage zur Verfügung gestellt hat.“ 

Wichtige Schritte zur Einbeziehung der prinzipiell unbegrenzt erscheinenden Möglichkeiten der MNU-Homepage wurden getan. Zentral war für die enorme Weiterentwicklung der Mitglieder- und Fachzeitschrift zum Journal im Vierfarb- druck der in meine Zeit fallende Beginn der Zusammenarbeit mit KLAUS SEEBERGER. Einen versierteren, uneigennützigeren Verleger hätte MNU nicht finden können. Wegen der sehr engen, fruchtbaren und vertrauensvollen Kooperation von BERND RALLE und KLAUS SEEBERGER gehört die Zeitschrift MNU ohne Einschränkung zu den wichtigsten und renommierten Zeitschriften. 

Wie sieht JÜRGEN LANGLET seine Zeit mit BERND RALLE und ihn selbst? 

„BERND RALLE ist ein weiser Mensch! Er ist immer offen für neue Fragen und Sichtweisen, neue Vorschläge sowie andere Menschen. Er lässt sich überraschen von Sachverhalten und besitzt eine ausgesprochene Empathie für die vielen Menschen, denen er in seinen unterschiedlichen Tätigkeiten begegnet. Er ist eine nachdenkliche, reflektierende Person. Mit seiner wissens- und erfahrungsbasierten Intelligenz denkt er immer weiter, dabei nach Lösungen suchend, die verschiedenen Interessen und Gesichtspunkte zum Kompromiss führen. MNU hat im besonderen Maße von seiner Weisheit profitiert: Meinen persönlichen ganz herzlichen Dank!“ 

GERT STARKE, der sehr lange erfolgreich im Herausgebergremium mitgearbeitet hat, würdigt BERND RALLE als „stringent, zielgerichtet, aber immer offen für Vorschläge, stets humorvoll. Strittige Punkte wurden ausführlich diskutiert und dadurch konsensfähig. Es gelingt ihm durch seine Offenheit und Klarheit, neue Herausgeber schnell in die bestehende Gruppe zu integrieren. Dazu trugen sicherlich auch die Gespräche beim sog. „Absacker“ nach langen Sitzungstagen bei.“ 

Zum Schluss möchte ich den amtierenden Vorsitzenden des MNU, GERWALD HECKMANN, zitieren:
„Wie bekannt ist, sind wir zurzeit vollständig in der Umbruchsphase unseres MNU Journals. Neben den verlegerischen Tätigkeiten, die verlagert werden, ist auch eine Veränderung in der Redaktion geschehen. Der Chefredakteur PROF. DR. BERND RALLE zieht sich aus Altersgründen zurück. 

Seit ich Mitglied bin, gehört BERND RALLE für mich zu den Gesichtern, die den MNU prägen, bald muss man nun sagen präg- ten. Mit hoher fachlicher Kompetenz und einer großen Unermüdlichkeit leitete er das MNU Journal, vormals die MNU (gemeint war damit dann die Zeitschrift und nicht der Verband!) 

Einer seiner letzten organisatorischen Aufgaben bestand darin, für das I und das T im MINT Herausgeber zu finden. Und er hatte Erfolg, da sich BERND RALLE sehr gut in der fachdidaktischen community auskennt. Er kann zuhören und hat genaue Vorstellungen, wie im Falle des Journals eine Zeitschrift aussehen muss, die hohes Ansehen genießt und den Erfordernissen der Zeit gerecht wird, aber auch in gewisser Weise das Vereinsleben des MNU abbildet. Somit ist das Journal noch umfangreicher und deckt nun jeden Bereich im MINT ab — wir sind der einzige Lehrerverband, der alle MINT-Fächer vertritt, und zwar auch sichtbar nach außen. Dies ist ein Verdienst von BERND RALLE. 

Schon früh, nämlich 1978 ist BERND RALLE Mitglied im MNU geworden und hat sich schon damals für den Verband engagiert. Sehr geschätzt wurde er als experimentierender Fachdidaktiker aus der Chemie bei Vorträgen auf Landes- und Bundestagungen. So blieb es auch nicht aus, dass er gefragt wurde, ob er in die Schriftleitung der MNU eintreten wolle. BERND RALLE war seit der Ausgabe 1/1995 Fachschriftleiter Chemie und ist seit der Ausgabe 7/1996 Hauptschriftleiter bzw. Chefredakteur des MNU-Journals gewesen. Damit ist er seit über 24 Jahren maßgeblich am Erscheinungsbild nicht nur der Zeitschrift, sondern auch des Verbands MNU an sich beteiligt gewesen und hat wichtige Impulse gesetzt. Die Reputation gerade auch in Fachkreisen ist sicherlich mit auch ein großes Verdienst von BERNDRALLE. Der MNU hat ihm sehr viel zu verdanken. 

Was mich besonders in den Jahren unserer Zusammenarbeit beeindruckt hat, ist, dass BERND RALLE so abwägend sprechen kann und jede Seite wertschätzend berücksichtigt, dass man auch mit gutem Gefühl bei einer Abstimmung durchaus anderer Meinung sein konnte. Beeindruckt bin ich auch, wie vorausschauend er wirkt und dass die meisten Prophezeiungen, die er geäußert hat, auch wirklich eingetreten sind. Ich bin froh, dass BERNDRALLE dem Vorstandsrat noch als Vertreter der Hochschule zur Verfügung steht und der MNU sich auf seine Zuverlässigkeit, seine Loyalität und seine enorme Expertise verlassen kann. Er ist nach wie vor ein wichtiger Rat- und Impulsgeber.“ 

Der MNU und der Unterzeichner, der den Text zusammengestellt und moderiert hat, wünschen dem Nachfolger von BERND RALLE, PROF. DR. SEBASTIAN KUNTZE, eine vergleichbar erfolgreiche, lange währende Zeit im Amt des Chefredakteurs und sagt nochmals DANKE, lieber BERND. 

ARNOLD A CAMPO
 Ehrenvorsitzender

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