Den 1. Preis und das Preisgeld in Höhe von 750€ erhielt Herr Florian Homberg aus Schweinfurt.

Herr Homberg ist zurzeit Referendar der Fächer Biologie und Chemie am Celtis-Gymnasium Schweinfurt und führte in der  9. Klasse eine Stunde zum Thema „Eigenschaften der Metalle“ durch. Einen Schwerpunkt der Stunde bildete ein Experiment zur Wärmeleitfähigkeit der Metalle, welche mithilfe einer Wärmebildkamera nachgewiesen wurde. Dabei hat Herr Homberg Möglichkeiten zum Präparieren der Metalle untersucht, um trotz des geringen Emissionsgrades für die IR-Strahlung von Metallen eine gute Veranschaulichung gewährleisten zu können. Die von ihm gewählte Variante der Beschriftung mit einem Edding ermöglicht zudem, dass die Schülerinnen und Schüler auch über die Beamer-Präsentation die einzelnen Metalle beim Experiment unterscheiden können.

Den 2. Preis und das Preisgeld in Höhe von 500€ erhielt Frau Anna Neocleous aus Dülmen.
Frau Neocleous, zur Zeit Lehrerin am  Gymnasium Mariengarden in Borken-Burlo, legte eine Unterrichtskonzeption vor, die eine spannende und motivierende Verknüpfung der Arbeit von Forensikern und den Möglichkeiten der mathematischen Modellierung im Bereich des exponentiellen Wachstums zeigt. Dazu wird ein Mord als Ausgangsstellung für die Fragestellung der Stunde gewählt. Hierdurch wird ein Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler geschaffen, da diesen vergleichbare Szenarien aus verschiedenen Krimiserien bekannt sind. Ihre Idee besteht darin, dass die Lernenden als Ermittler mit mathematischen Methoden versuchen müssen den richtigen Täter zu finden und anschließend zu überführen. Dabei werden vor allem das Abstraktions- und das Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler geschult und es wird ihnen so die Möglichkeit gegeben, auf unterschiedlichen Lernwegen die Lösung für die Problemstellung zu finden. Zur Unterstützung der Lernenden steht zudem ein Hilfesystem zur Verfügung, welches auch den leistungsstarken Gruppen ermöglicht sich intensiv und gewinnbringend mit dem Inhalt der Stunde zu beschäftigen.

Frau Neocleous verbindet in ihrem Unterrichtsentwurf geschickt den Einsatz von verschiedenen Medien und zeigt so, dass diese Verbindung gewinnbringend eingesetzt werden kann. Als innovatives Element setzt sie in ihrem Gruppenpuzzle kooperative Karten in der Expertenphase ein, die die Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach dem Mörder unterstützen.

Den 3. Preis und das Preisgeld in Höhe von 250€ erhielt Frau Dr. Sarah Gogolin aus Berlin.
Frau Gogolin ist zur Zeit Lehrerin am Droste-Hülshoff-Gymnasium und stellt mit ihrem preiswürdigen Unterrichtsentwurf den naturwissenschaftlichen Weg der Erkenntnisgewinnung auf vielfältige und kreative Weise nach. Der Vergleich zweier Erklärungsmodelle für das Palmensterben auf der Osterinsel lässt die Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der kritischen Auseinandersetzung und der offenen Kommunikation beim naturwissenschaftlichen Arbeiten erfahren. Sie legt der Jury eine bereits erprobte Unterrichtskonzeption vor, die in vorbildlicher Weise zeigt, wie im naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe II die Wissenschaftspropädeutik innovativ, motivierend und nachhaltig vorangebracht werden kann. Frau Dr. Gogolin greift eine klassische für Umwelt und Naturschutz bedeutsame und auf weitere Phänomene übertragbare Fragestellung auf. Die Analyse und Interpretation derselben Sachlage ergibt dabei mehrere Deutungsansätze, von denen mindestens zwei überzeugend sind. Zur Strukturierung des Erkenntnisstands wählt sie als Medium Forschungsposter aus, die sie selbst erstellt hat und die effizient die notwendigen Informationen übermitteln. Anhand ansprechender Arbeitsmaterialien erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler Denkmodelle, die sie intensiv reflektieren.

Der MNU gratuliert allen Preisträgern!

Da in diesem Jahr ein Überreichen der Preise auf dem Kongress nicht stattfinden konnte, wird dies 2021 in Berlin nachgeholt.

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